Der 1. April, der beste Tag für Visionen

Der 1. April, der beste Tag für Visionen

KänguruhVisionen gehören zur Planung

Was schon mal durchgedacht wurde lässt sich leichter umsetzen. Noch grösser, noch weiter – und noch utopischer sollen die Visionen sein. Jedoch- wie oft werden die tatsächlich real?

Nutzen wir doch den 1. April mit seinen Scherzen, denn er bietet eine optimale Grundlage für deine Visionen. Denn es soll ja so sein, dass der Leser nicht so schnell erkennt ob es real ist oder ein Scherz.

Das Rezept ist einfach:
1. Nimm etwas aus deiner Realität
2. etwas Wunschdenken und unerwartete Möglichkeiten dazu
3. Das vermeintlich Unmögliche als möglich sehen.

Mein aktuelles Beispiel: Gummtree
Vor kurzem habe ich mal gepostet, dass ich im nächsten Jahr wieder mal nach Australien reisen möchte, das wann, wie, wohin sei noch unklar.
Post vom 1. April:
«Manchmal geht es schneller als gedacht. 
Fliege bereits in einer Woche los nach Australien. Die wollen mich doch tatsächlich als kreative Beraterin in Melbourne. 
Bin so aufgeregt, ob sich in der Stadt viel verändert hat in den letzten Jahren.
Jedes Jahr für 3 Monate nach Australien – genau mein Ding. (natürlich nicht grad wenn hier Frühling wird und dort Herbst. Ich kann mich noch gut an die bissigen Winde erinnern)»

Und hier die Schritte für deine Vision.

  1. etwas Realität:
    Tatsächlich möchte ich wieder nach Australien reisen, realistisch gesehen schätze ich mal – nächstes Jahr. Das wann – wie – wohin usw ist noch unklar.Bahnübergang, Gatter weiss
  • Was möchtest du gerne machen, erleben, erreichen? Etwas Berufliches? Eine Ausbildung? Eine Reise?
  1. Wunschdenken und etwas Unerwartetes
    Also ich möchte gerne das kreative mit dem Reisen verbinden.
    Es könnte doch sein das jemand Dein Talent und Dein Können nutzen möchte. Mal abgesehen davon – wenn die Glücksfee und Herr Zufall die Hände im Spiel haben, dann ist ja wohl alles möglich. Eine gelöste Einschränkung etwas zu machen hilft auch.
  • Was kannst du und möchtest es wachsen lassen, traust dich nicht so recht? Oder die Gelegenheit hat bisher einfach noch gefehlt?
  • Oder wie lässt sich das nützliche mit dem angenehmen verbinden?
    1. das vermeintlich unmögliche einfach möglich machen

Und jetzt geh davon aus, dass sich einfach alles optimal zusammenfügt. Stell dir vor, es gibt einfach keine Hindernisse für die Umsetzung.

  • Was wäre das was du tun möchtest wenn es einfach keine Hindernisse gibt?

Und dann setze das Ganze zusammen.

Weder ausgereift noch genau und detailliert. Es geht doch darum, dass dir deine Vision real erscheint und so umsetzbar wird. Bleib nicht in den Details hängen, denn der Kern daran ist wichtig. In meinem Fall- die Reise nach Australien.Australische Pflanze, rot, Buschig

Wenn du es am ersten April postest, kann es gut sein das andere das glauben. (Das kann mitunter unangenehm sein.) Doch du siehst, wie realistisch es rüberkommt.
Und dann erkennst du vielleicht wie ich: ja stimmt, das würde ich tatsächlich gerne tun.
Das ist der Moment um mit der Umsetzung zu starten. 

Nutze ein kleines Buch, sammle Ideen, werde real.

Erzähl, was ist deine 1. April-Vision?

Deine Beatrice (jetzt mal ernsthaft, ich würde wirklich gerne sofort losreisen)

21 Dinge die du kaum über mich weisst

21 Dinge die du kaum über mich weisst

21 Fakten die du noch nicht über mich wusstest und was sie mit Kreativität zu tun haben.

Bei der Blogparade von Birgit Schulz habe ich darüber gelesen und ich dachte, ja klar, warum eigentlich nicht. Es ist Zeit mal etwas mehr über mich zu erzählen. Es sind dann so viele Punkte zusammen gekommen, das ich den Beitrag aufteile. Viel Spass beim Lesen, vielleicht entdeckst du ja sogar Gemeinsamkeiten?

1. Als ich ein Lied mit 2 Flöten spielte

Als Kind entdeckte ich, das man das Lied: «Was soll das bedeuten» nur eine Hand benötigte, so übte ich bis es mit zwei Flöten ging. Bei einer Schulaufführung durfte ich das dann auf der Bühne vorspielen.

2. Die mieseste Schulnote

… die hatte ich im Schönschreiben. Egal wie viel Mühe ich mir gab, es wurde nicht viel besser. Es war furchtbar, vor allem zur Zeit der Zeugnisse. Was hätte ich drum gegeben zu wissen, dass ich später anderen zeige wie sie selber schön schreiben können.

3. Der Wald war unser Nachbar

Als Kinder gingen wir oft in den Wald und haben entweder «Räuber und Poli’s» gespielt, gingen zum Fluss oder erkundigten den Wald. Wir brauchten nicht viel um uns zu beschäftigen. Abends spielten wir oft Völkerball.

4. Auf der Alp

Als Kind gingen wir oft ins Toggenburg, mein Papa kannte dort einige wo er bei Bedarf aushalf. Am tollsten war es auf der Breitenalp beim Älpler Toni. Man musste zwischen den Kühen durch um in die Hütte rein zu kommen. Die Betten waren aus Stroh, und mit dem Butterfass hat der Älpler täglich Butter und Käse gemacht. Die Liebe zu den Bergen und zum Käse ist geblieben.

5. Keine Kunstgewerbeschule

Die Aufnahmeprüfung zur Kunstgewerbeschule habe ich nicht geschafft. Jemand hat mich getröstet und gemeint, manchmal stelle es sich erst später heraus das es genau richtig war so. Das hat gestimmt, das erfuhr ich natürlich erst viel später.

 

6. Berufswunsch Buchbinderin

Eigentlich wollte ich ja Buchbinderin lernen, doch das klappte nicht und wir fanden für mich eine Lehrstelle als Druckerei-Kartonagerin. Was als Notlösung begann, war für die Firma ein „Test“ und für mich das Richtige. Immerhin konnte ich mit den Buchbindern in die Gewerbeschule, an die Kunstgewerbeschule in Zürich. Wir waren eine lustige Truppe mit allerlei Blödsinn im Kopf.

7. Die Lehrzeit mit Schachteln

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung war die maschinelle Herstellung von Kartonverpackungen. Schneiden, stanzen, kleben, prägen usw. Kartonschachteln schätze ich immer noch, und den Geruch in einer Druckerei werde ich auch nie vergessen.

8. Die Abschlussprüfung schaffte ich bestens.

Zur Lehrabschlussprüfung kamen wie üblich zwei Experten in den Betrieb. Da ich das erste Mädchen in der Schweiz in diesem Beruf war, kam zusätzlich ein Experte für die Experten. (um diese im Auge zu behalten) Die fanden das nicht so toll, was wiederum gut war für mich. So war ich nicht der einzige Prüfling.

9. Die erste Stelle und Basel

Meine erste Anstellung als Kartonagerin fand ich in Basel. Zwar blieb ich nur ein Jahr dort- doch die Stadt kennen zu lernen war ein Erlebnis. Basel bietet so viel an Kultur und Bräuchen, nicht nur der Morgestreich.

10. Begegnung mit der Chinesischen Küche

In Basel wurde ich mal zum chinesisch essen eingeladen. Das hat mich so fasziniert das ich daraufhin ein chinesisches Kochbuch gekauft habe und anfing chinesich zu kochen. Vieles war mir zwar fremd, doch jedes Mal wenn ich für Freunde gekocht habe, wurde mindestens etwas neu ausprobiert. (ja die wussten das)

11. Eine Trennung und eine Reise ins Baskenland

Nach einer schwierigen Trennung von meinem Freund fuhr ich mit einer Freundin für eine Woche nach San Sebastian ins Baskenland. Da ihre Schwester und Schwager dort lebten, bekamen wir einen spannenden Einblick in diese Lebensweise und Kultur, die sicher nicht gerade einfach war. Es hat mich wieder ins Leben zurückgebracht.

12. Ein Traum wird wahr- die grosse Reise nach China

Eines Tages realisierte ich, dass eine Reise nach China durchwegs machbar war. So erfüllte ich mir meinen Traum und reiste mit einer Gruppe nach China. Im Land reisten wir mit der Bahn, dem Schiff, sind geflogen, gingen auf einen Heiligen Berg – der Weg führte vorwiegend über Stein-Stufen. Es war ein grosses Abenteuer und ermöglichte mir einen wunderschönen Einblick in eine total fremde Kultur. Das chinesische kochen ging danach viel leichter. Das Grösste war es, zu erkennen das nun die Welt offen steht.

 

13. Aus dem Tiefpunkt zu neuen Wegen

Doch die Dinge liefen nicht immer so wie ich mir das gewünscht hatte. Als ich an einem Tiefpunkt angelangt war und fast völlig meinen Mut verlor, war es Zeit für eine neue Entscheidung. Ich nahm die Chance wahr und wollte nach Australien. (Obwohl ich dort niemanden kannte) Jemand in der Firma konnte mir ein Arbeitsvisum ermöglichen, und tatsächlich, ich bekam ein auf 21 Monate befristetes Arbeitsvisum.

14. Die Sehnsucht trieb mich an

Es dauerte schon seine Zeit bis alles klappte. Meine Reisefieber war so gross, dass ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit am Flughafen Halt machte und den Flugzeugen nachschaute die auf Reisen gingen. Aufgeben war keine Option.

15. Mit dem One-Way-Ticket nach Australien

Vor allem die ersten Tage waren ein Abenteuer. Ich hatte eine Arbeitsstelle, ein Zimmer für die ersten Tage und bald darauf eine kleine Wohnung, ein Auto und musste auf der linken Strassenseite fahren. Ich darf ja gar nicht dran denken wie mutig ich damals war und was alles hätte passieren können. Doch ich war furchtlos.

16. Australien, meine zweite Heimat

Ich lebte mich rasch ein, das englisch wurde immer besser. Bei der Arbeit gings erst mal darum, das konstruieren am CAD zu lernen. (digital konstruieren)
Nach ca 8 Monaten hatte ich einen Autounfall mit Schleudertrauma, was zur Herausforderung der besonderen Art wurde, doch ich wollte unter keinen Umständen nach Hause fliegen. 

17. Diese Kirche war ein Glücksfall

Das Thema Religion und Kirchen hatten mich schon länger interessiert. So führte mich der Weg zu einer Pfingstgemeinde, was sich als Glücksfall herausstellte. Denn ich fand zur Klarheit und eine Art von Familie. Mit der Zeit sah ich schon hinter die Kulissen und wusste, dass manche Vorschriften so gar nicht mein Ding waren.

 

18. Als Fisch bei einem Musical

Die Gelegenheit, beim Musical «Mr. Jonah» mitzuspielen, liess ich mir nicht entgehen. Ich war ein Fisch mit einem 3-Zeiler. Ein Fisch mit Schweizer Akzent, die anderen fanden das «cute», ich weniger.

19. Fotografieren

Fotografieren war schon lange mein Hobby, dem ging ich natürlich weiter nach. Da ich möglichst viel sehen wollte, entstanden viele Fotos resp Dias. Es ging soweit das ich für meine Freunde Dia-Abende veranstaltete, einiges hatten sie selber noch nicht gesehen. Fotografieren hat mich gelehrt mehr zu sehen.

20. Torten und Leder

Dann entdeckte die Lederbearbeitung und Cake Decorating. Und da ich ja seit je her handwerklich geschickt war lernte ich beides. Es ist schon erstaunlich was man mit Leder erschaffen kann. Und dann diese Torten! Blumen bei denen jedes Blütenblatt einzeln geformt wurde, Figuren geformt und gefärbt mit Kreidestaub. Bei einer lokalen ‘Show’ habe ich damit sogar Preise erzielt.

21. Abschied und die Reise ging weiter

Doch irgendwann war es soweit und ich musste abreisen. Zum Abschied hatten wir eine lustige Feier, Käse mit Bohrer daneben, Fondue aus einer gewöhnlichen Pfanne. Der Abschied fiel mir schwer.
Da ich immer noch nicht nach Hause wollte ging es zuerst nach Neuseeland und dann in die USA.
Bis ich dann nach insgesamt 2 Jahren und 4 Monaten wieder in die Schweiz reiste.

Danke

Es sind so viele schöne Erinnerungen, und sie haben mich und meine jetzige Arbeit doch sehr geprägt. Auch wenn der Weg oft merkwürdige Wendungen nimmt, ist doch ersichtlich wie der Rote Faden oder der Seelenplan, mitschwingt.  

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Beatrice, Freigeist, Reisende, Künstlerin,