21 Fakten die du noch nicht über mich wusstest und was sie mit Kreativität zu tun haben.

Bei der Blogparade von Birgit Schulz habe ich darüber gelesen und ich dachte, ja klar, warum eigentlich nicht. Es ist Zeit mal etwas mehr über mich zu erzählen. Es sind dann so viele Punkte zusammen gekommen, das ich den Beitrag aufteile. Viel Spass beim Lesen, vielleicht entdeckst du ja sogar Gemeinsamkeiten?

1. Als ich ein Lied mit 2 Flöten spielte

Als Kind entdeckte ich, das man das Lied: «Was soll das bedeuten» nur eine Hand benötigte, so übte ich bis es mit zwei Flöten ging. Bei einer Schulaufführung durfte ich das dann auf der Bühne vorspielen.

2. Die mieseste Schulnote

… die hatte ich im Schönschreiben. Egal wie viel Mühe ich mir gab, es wurde nicht viel besser. Es war furchtbar, vor allem zur Zeit der Zeugnisse. Was hätte ich drum gegeben zu wissen, dass ich später anderen zeige wie sie selber schön schreiben können.

3. Der Wald war unser Nachbar

Als Kinder gingen wir oft in den Wald und haben entweder «Räuber und Poli’s» gespielt, gingen zum Fluss oder erkundigten den Wald. Wir brauchten nicht viel um uns zu beschäftigen. Abends spielten wir oft Völkerball.

4. Auf der Alp

Als Kind gingen wir oft ins Toggenburg, mein Papa kannte dort einige wo er bei Bedarf aushalf. Am tollsten war es auf der Breitenalp beim Älpler Toni. Man musste zwischen den Kühen durch um in die Hütte rein zu kommen. Die Betten waren aus Stroh, und mit dem Butterfass hat der Älpler täglich Butter und Käse gemacht. Die Liebe zu den Bergen und zum Käse ist geblieben.

5. Keine Kunstgewerbeschule

Die Aufnahmeprüfung zur Kunstgewerbeschule habe ich nicht geschafft. Jemand hat mich getröstet und gemeint, manchmal stelle es sich erst später heraus das es genau richtig war so. Das hat gestimmt, das erfuhr ich natürlich erst viel später.

 

6. Berufswunsch Buchbinderin

Eigentlich wollte ich ja Buchbinderin lernen, doch das klappte nicht und wir fanden für mich eine Lehrstelle als Druckerei-Kartonagerin. Was als Notlösung begann, war für die Firma ein „Test“ und für mich das Richtige. Immerhin konnte ich mit den Buchbindern in die Gewerbeschule, an die Kunstgewerbeschule in Zürich. Wir waren eine lustige Truppe mit allerlei Blödsinn im Kopf.

7. Die Lehrzeit mit Schachteln

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung war die maschinelle Herstellung von Kartonverpackungen. Schneiden, stanzen, kleben, prägen usw. Kartonschachteln schätze ich immer noch, und den Geruch in einer Druckerei werde ich auch nie vergessen.

8. Die Abschlussprüfung schaffte ich bestens.

Zur Lehrabschlussprüfung kamen wie üblich zwei Experten in den Betrieb. Da ich das erste Mädchen in der Schweiz in diesem Beruf war, kam zusätzlich ein Experte für die Experten. (um diese im Auge zu behalten) Die fanden das nicht so toll, was wiederum gut war für mich. So war ich nicht der einzige Prüfling.

9. Die erste Stelle und Basel

Meine erste Anstellung als Kartonagerin fand ich in Basel. Zwar blieb ich nur ein Jahr dort- doch die Stadt kennen zu lernen war ein Erlebnis. Basel bietet so viel an Kultur und Bräuchen, nicht nur der Morgestreich.

10. Begegnung mit der Chinesischen Küche

In Basel wurde ich mal zum chinesisch essen eingeladen. Das hat mich so fasziniert das ich daraufhin ein chinesisches Kochbuch gekauft habe und anfing chinesich zu kochen. Vieles war mir zwar fremd, doch jedes Mal wenn ich für Freunde gekocht habe, wurde mindestens etwas neu ausprobiert. (ja die wussten das)

11. Eine Trennung und eine Reise ins Baskenland

Nach einer schwierigen Trennung von meinem Freund fuhr ich mit einer Freundin für eine Woche nach San Sebastian ins Baskenland. Da ihre Schwester und Schwager dort lebten, bekamen wir einen spannenden Einblick in diese Lebensweise und Kultur, die sicher nicht gerade einfach war. Es hat mich wieder ins Leben zurückgebracht.

12. Ein Traum wird wahr- die grosse Reise nach China

Eines Tages realisierte ich, dass eine Reise nach China durchwegs machbar war. So erfüllte ich mir meinen Traum und reiste mit einer Gruppe nach China. Im Land reisten wir mit der Bahn, dem Schiff, sind geflogen, gingen auf einen Heiligen Berg – der Weg führte vorwiegend über Stein-Stufen. Es war ein grosses Abenteuer und ermöglichte mir einen wunderschönen Einblick in eine total fremde Kultur. Das chinesische kochen ging danach viel leichter. Das Grösste war es, zu erkennen das nun die Welt offen steht.

 

13. Aus dem Tiefpunkt zu neuen Wegen

Doch die Dinge liefen nicht immer so wie ich mir das gewünscht hatte. Als ich an einem Tiefpunkt angelangt war und fast völlig meinen Mut verlor, war es Zeit für eine neue Entscheidung. Ich nahm die Chance wahr und wollte nach Australien. (Obwohl ich dort niemanden kannte) Jemand in der Firma konnte mir ein Arbeitsvisum ermöglichen, und tatsächlich, ich bekam ein auf 21 Monate befristetes Arbeitsvisum.

14. Die Sehnsucht trieb mich an

Es dauerte schon seine Zeit bis alles klappte. Meine Reisefieber war so gross, dass ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit am Flughafen Halt machte und den Flugzeugen nachschaute die auf Reisen gingen. Aufgeben war keine Option.

15. Mit dem One-Way-Ticket nach Australien

Vor allem die ersten Tage waren ein Abenteuer. Ich hatte eine Arbeitsstelle, ein Zimmer für die ersten Tage und bald darauf eine kleine Wohnung, ein Auto und musste auf der linken Strassenseite fahren. Ich darf ja gar nicht dran denken wie mutig ich damals war und was alles hätte passieren können. Doch ich war furchtlos.

16. Australien, meine zweite Heimat

Ich lebte mich rasch ein, das englisch wurde immer besser. Bei der Arbeit gings erst mal darum, das konstruieren am CAD zu lernen. (digital konstruieren)
Nach ca 8 Monaten hatte ich einen Autounfall mit Schleudertrauma, was zur Herausforderung der besonderen Art wurde, doch ich wollte unter keinen Umständen nach Hause fliegen. 

17. Diese Kirche war ein Glücksfall

Das Thema Religion und Kirchen hatten mich schon länger interessiert. So führte mich der Weg zu einer Pfingstgemeinde, was sich als Glücksfall herausstellte. Denn ich fand zur Klarheit und eine Art von Familie. Mit der Zeit sah ich schon hinter die Kulissen und wusste, dass manche Vorschriften so gar nicht mein Ding waren.

 

18. Als Fisch bei einem Musical

Die Gelegenheit, beim Musical «Mr. Jonah» mitzuspielen, liess ich mir nicht entgehen. Ich war ein Fisch mit einem 3-Zeiler. Ein Fisch mit Schweizer Akzent, die anderen fanden das «cute», ich weniger.

19. Fotografieren

Fotografieren war schon lange mein Hobby, dem ging ich natürlich weiter nach. Da ich möglichst viel sehen wollte, entstanden viele Fotos resp Dias. Es ging soweit das ich für meine Freunde Dia-Abende veranstaltete, einiges hatten sie selber noch nicht gesehen. Fotografieren hat mich gelehrt mehr zu sehen.

20. Torten und Leder

Dann entdeckte die Lederbearbeitung und Cake Decorating. Und da ich ja seit je her handwerklich geschickt war lernte ich beides. Es ist schon erstaunlich was man mit Leder erschaffen kann. Und dann diese Torten! Blumen bei denen jedes Blütenblatt einzeln geformt wurde, Figuren geformt und gefärbt mit Kreidestaub. Bei einer lokalen ‘Show’ habe ich damit sogar Preise erzielt.

21. Abschied und die Reise ging weiter

Doch irgendwann war es soweit und ich musste abreisen. Zum Abschied hatten wir eine lustige Feier, Käse mit Bohrer daneben, Fondue aus einer gewöhnlichen Pfanne. Der Abschied fiel mir schwer.
Da ich immer noch nicht nach Hause wollte ging es zuerst nach Neuseeland und dann in die USA.
Bis ich dann nach insgesamt 2 Jahren und 4 Monaten wieder in die Schweiz reiste.

Danke

Es sind so viele schöne Erinnerungen, und sie haben mich und meine jetzige Arbeit doch sehr geprägt. Auch wenn der Weg oft merkwürdige Wendungen nimmt, ist doch ersichtlich wie der Rote Faden oder der Seelenplan, mitschwingt.  

Wenn du mehr wissen möchtest, trage dich in den Newsletter ein oder schau wieder mal vorbei.

Beatrice, Freigeist, Reisende, Künstlerin,